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Aufschrei – Verbot des Yin-Yang-Symbols

Newsflash 006

Aaron King, Kolumnist vom
Noxlupus Verlag

Die WAB (wissen alles besser) fordert, dass das Yin-Yang-Symbol in Deutschland schnellstmöglich verboten wird. Nach Auffassung der WAB dürfte es künftig nur noch in Museen gezeigt werden. Auch eine Verwendung im Schulunterricht als historisches Beispiel für Diskriminierung und Ausgrenzung soll erlaubt bleiben. Des Weiteren sei eine Ausnahme für die Kunst grundsätzlich denkbar, sofern diese sich in einem von der WAB noch festzulegenden Rahmen bewegt. Doch wie kommt die WAB dazu, dieses seit Jahrzehnten in Deutschland von vielen Anhängern fernöstlicher Philosophien und Religionen beliebte Symbol zu stigmatisieren? Dieses unschuldige Ding, welches von vielen als Sinnbild für Harmonie, Ausgleich und die Gegensätzlichkeit einander ergänzender Kräfte verstanden wird. Noch dazu, wo es seit Jahren völlig unbehelligt auf Schmuck, T-Shirts, ja selbst auf der Haut zur Schau gestellt wird. Im Folgenden ein Statement von Professor Doktorin Immerrecht.

»Wir von der WAB haben nach jahrelanger Forschung zweifelsfrei bewiesen, dass … ich betone, dass ich die beiden Worte höchst ungern ausspreche und mich ausdrücklich von ihnen distanziere, aber für die wissenschaftliche Vollständigkeit werde ich die Worte benennen, also dass das Yin und das Yang ein zutiefst frauenfeindliches und menschenverachtendes Machwerk darstellt. Es fördert nicht nur das Schubladendenken, sondern diskriminiert Menschen in praktisch jeder nur denkbaren Richtung. So ist das Symbol bereits von der Optik her höchst problematisch, denn die demonstrativen Kurven und Rundungen weisen eine unverkennbar weiblich sexualisierte Formensprache auf. Noch schwerer wiegt die Einteilung in Frau und Mann, da dieses Schubladendenken viele Menschen von vornherein ausschließt. Denn wir wissen aus Umfragen, dass es deutlich mehr Geschlechter gibt als nur Mann und Frau. Doch unsere Untersuchungen haben noch wesentlich Beunruhigenderes zutage gefördert. So zeigte sich bei einer genaueren Analyse der zugeordneten Begriffe ein strukturelles Muster. Dieses Muster kann kaum anders interpretiert werden als die gezielte Unterdrückung weiblicher Personen.

Als Beweisgrundlage werde ich Ihnen einige der brisantesten Befunde präsentieren. So wird beispielsweise dem Weiblichen das Innere zugeordnet, dem Männlichen das Äußere. Die Botschaft ist kaum zu übersehen: Die Frau gehört ins Haus und ist fürs Kochen, Putzen und Wäschewaschen zuständig, während sich der Mann draußen frei bewegen darf. Das weibliche Yin steht für verborgen und das männliche Yang für sichtbar. Auch hier ist die Rollenverteilung eindeutig: Frauen sollen aus der Öffentlichkeit verschwinden, während Männer gesehen werden dürfen. Bei der Gegenüberstellung von passiv und aktiv wird Frauen ein eigenständiges Handeln praktisch abgesprochen. Sie haben passiv zu bleiben, während Männer handeln und bestimmen. Selbst die Abhängigkeit ist bereits angelegt: Das Weibliche empfängt, das Männliche bringt hervor. Die Frau empfängt also das Geld, das der schwer arbeitende Mann nach Hause bringt. Und dabei habe ich die Zuordnungen von dunkel und hell, unten und oben sowie kalt und warm noch gar nicht angesprochen. Ich denke, es bedarf keiner weiteren Erläuterung, welche gesellschaftlichen Hierarchien hier seit Jahrhunderten symbolisch reproduziert werden. Und aus diesem Grund hat ein solches Symbol in unserer modernen, aufgeklärten, meinungsvielfältigen Gesellschaft keinen Platz und gehört verboten.«

»Ähm, ja, ganz gewiss. Es ist beeindruckend, mit welcher Intensität Sie sich mit Yin und Yang auseinandergesetzt haben. Und Sie scheinen sehr genau verstanden zu haben, worum es dabei geht. Wir würden uns freuen, wenn Sie auch weiterhin solche Themen für uns verständlich aufbereiten und uns die Augen dafür öffnen, was gesellschaftlich problematisch ist. Das war Professor Doktorin Immerrecht von der WAB. Vielen Dank.«

Geschrieben September 2026

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