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Wegonam: Das Bild

Dieses Bild ist eine visuelle Verdichtung des Wegonams und arbeitet mit symbolischen Ebenen statt eindeutigen Aussagen. Es erklärt nichts direkt, sondern weist – wie der Weg selbst – auf Zusammenhänge hin.

Der Steinpfad, der von unten in die Tiefe des Bildes führt, steht für den individuellen Lebensweg. Er ist ein Weg, wird aber von vielen Menschen gleichzeitig begangen. Das verdeutlicht:
– Jeder geht „seinen“ Weg
– Dennoch bewegen sich alle auf derselben grundlegenden Ordnung
Der Weg ist weder gerade noch abgeschlossen – er verschwindet im Licht. Das symbolisiert, dass Erkenntnis kein Endpunkt, sondern ein fortlaufender Prozess ist.

Die Gruppe unterschiedlich wirkender Menschen repräsentiert:
Vielfalt der Individuen
– Gleichwertigkeit aller Übenden
– Keine Hierarchie, keine Meister-Schüler Trennung
– Alle blicken nach vorne, niemand steht erhöht. Erkenntnis ist hier kein Besitz, sondern gemeinsames Unterwegssein.

Das Licht in der Mitte symbolisiert:
– die Mitte
– die Leere
– das Loslösen vom „Ich“
Das Licht steht nicht als „Gottheit“ über den anderen, sondern als Zustand, den jeder erreichen kann. Das Licht entsteht nicht von außen, sondern scheint aus der Stille heraus.

Die leuchtende Acht (liegende Acht ∞), das Unendlichkeitszeichen ist eines der zentralen Symbole im Wegonam:
– Wandel ohne Anfang und Ende
– Verbindung von Gegensätzen
– Innen ↔ Außen
– Licht ↔ Schatten
Dass sie über der Szene schwebt, zeigt, dass diese Gesetzmäßigkeit unabhängig vom Menschen wirkt, übergeordnet ist und nicht gemacht wurde.

Die Landschaft aus Bergen, Wasser, Pflanzen und Himmel (Natur und Kosmos) verdeutlicht:
– Einheit von Erde und Kosmos
– Natur als Ursprung aller Ordnung
– Leben als eingebetteter Prozess, nicht als isoliertes Ereignis
Die Natur ist nicht Kulisse, sondern tragendes System, in dem der Weg überhaupt erst möglich ist.

Die Lichtführung verläuft von oben nach unten und von innen nach außen:
– Oben: kosmische Ordnung
– Mitte: Leere / Bewusstsein
– Unten: gelebtes Leben
Das zeigt: Erkenntnis fließt nicht linear, sondern zirkulär – genau wie die Acht.

Gesamtaussage: Es gibt keinen richtigen Namen, keinen festen Anfang und kein endgültiges Ziel. Es gibt nur den Weg, die Bewegung, den Wandel und die Möglichkeit, sich in der Mitte immer wieder neu auszurichten. Damit ist das Bild keine Illustration einer Lehre, sondern eine Einladung, den Weg selbst zu beschreiten.

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