noxlupus.de
auf zu facebook auf zu youtube auf in die kiel-lounge - der freizeitkatalog für kiel

N O X L U P U S ®
Verlag


Artikel

zurück zu Aaron King

 

Kurze Vorbemerkung: In den Artikeln von Aaron King wird immer (Ja, weil es einfacher für den männlichen Autoren ist!) das Maskulin „z.B. Der Künstler oder derjenige“ verwendet und natürlich ist dann immer auch „Die Künstlerin und diejenige“, also die Frau gemeint. Und damit keiner zu kurz kommt, dürfen sich auch gerne diejenigen angesprochen fühlen, die sich noch nicht sicher sind, was sie sind. Fazit: Jeder ist hier herzlich eingeladen, sich die Artikel zu Gemüte zu führen und keiner wird ausgeschlossen.

Diese Artikel sind auch auf der WordPress Seite von Aaron King zu finden und können dort kommentiert werden (WordPress Account erforderlich).

aaronkingblogx.wordpress.com

 

Themen
Kunst 23.10.2018
Kultur 23.11.2018
Kreativität (Ende Dezember)
 

 

Am 23.11.2018

äußerte sich Aaron King zum Thema Kultur wie folgt:
 

In der Land- und Forstwirtschaft (Eingriff des Menschen in die wachsende Natur) wird der Boden kultiviert (urbar/anbaufähig gemacht), also vorbereitet für die entsprechenden Keimlinge oder die Saat, die später gesetzt bzw. gesät werden sollen, was in Mono- bzw. in Mischkulturen geschieht (Mono = nur eine Sorte, Misch = verschiedene Sorten, die nebeneinander gedeihen und sich ergänzen und gegenseitig unterstützen). Nach dem Kultivieren kommt die eigentliche Kultur zustande, die Ausbildung/die Entwicklung der einzelnen Pflanzen, die aufgezogen werden.

Unter dieser Betrachtungsweise ist alles, was der Mensch durch sein Schaffen hervorbringt, als Kultur zu bezeichnen. Allerdings sind das am Ende nur die Dinge, die er für sich als gut und sinnvoll eingestuft hat – alles andere fällt weg. Von kultureller Bedeutung sind für ihn die verschiedensten Ausdrucksformen (Malerei, Schauspiel, Musik, Mode usw.) sowie Ausbildung (geistig, körperlich) durch Schule und Beruf. Auch die Zubereitung der Nahrung und die Nahrung an sich, steht in Verbindung mit der Kultur. So gesehen stellt Kultur die Gesamtheit der geistigen und gestaltenden Leistungen von Menschen dar, woraus die Art, wie die verschiedensten Gemeinschaften miteinander leben, resultiert. Damit diese Lebensart Gewichtigkeit bekommt, stellt der Mensch dafür gerne Regelwerke auf, welche zumeist aus angehäuften Gewohnheiten entstehen, die dann zu Gesetzen werden.

Dieses tun immer „Die Entscheider/Bewerter“ diese können zum einen selbst ernannt sein oder von der Gemeinschaft gewählt werden. In dieser Form soll Kultur dazu dienen, eine Gruppe zu leiten, ihr und dem einzelnen ein „besseres“ Leben verschaffen. Aber vielleicht geschieht dies alles auch nur, um die „Entscheider“ die nun zu „Führenden“ geworden sind, eine Möglichkeit zu geben, alles und jeden zu kontrollieren. Mit diesen „Kulturgesetzen“ wachsen die folgenden Generationen heran. Es wird übernommen, was die Vorgänger vorgelebt haben. Das Regelwerk wird erweitert und so vermeintlich verbessert, alles soll berücksichtigt werden und es soll den Anschein erwecken, dass keiner dabei zu kurz kommt.

Kultur stärkt ohne Zweifel das Zugehörigkeitsgefühl – dazuzugehören, ein Bedürfnis, welches viele Menschen zum Leben benötigen. Kritisch wird es allerdings dann, wenn diese Leute alles bedingungslos mitmachen, nachahmen/imitieren, Rituale vollziehen, ohne diese zu hinterfragen, also die geschriebenen und zumeist auch ungeschriebenen Gemeinschaftsgesetze stur befolgen (Das war schon immer so … Das haben wir schon immer so gemacht … Das ist eben unsere Kultur). Dabei werden die verschiedenen Kulturen gerne noch eingestuft in gute, schlechte und primitive (alles natürlich aus Sicht der anderen, der Gegenkulturen).

So kann auch Religion oder anders gesagt eine Weltanschauung zur Kultur werden, je nachdem wie stark diese Weltanschauung das Leben des einzelnen oder einer Gruppe bestimmt und zum Lebensgesetz gemacht wird. Für viele ist es mit der Kultur/Weltanschauung so ernst, dass sie sogar Krieg gegen diejenigen führen, die nicht ihrer Kultur entsprechen. Dazu bedarf es oft nicht einmal einer Provokation des Gegenübers, es reicht, dass er da ist und eine andere Lebensweise bedient.

In der Kunst (siehe Kunstartikel) geht es nicht um schön oder unschön, denn das ist Geschmack, welcher die Wurzel von Kultur darstellt. Da wird dann gesagt: Der/Die ist kultiviert, spricht kultiviert hat Manieren (die auch wieder festgelegt wurden). Das ist ein Mensch ohne Kultur (kann nur jemand sagen, der vermeintlich meint, seine Lebensart sei die bessere). So betrachtet ist Kultur eine Geschmackseinigung von Menschen, die sich zusammengefunden haben. So eine Einigung trägt allerdings die Gefahr in sich, dass diese zu Einseitigkeit also zur Monotonie führt. Was an dieser Stelle ein Vergleich zum Ackerbau zulässt – Die Mono- und Mischkulturen. Überträgt man diese zurück auf die menschliche Kultur, so sollte es nur Mischkulturen geben, denn Mono/Monotonie steht für: eintönig und dadurch ermüdend, langweilig und reizlos. Durch ihre Einseitigkeit zerstört es sich selbst, da es keine Entwicklung gibt. Das Ausschließen von anderen bedeutet weniger resistent gegen Einwirkungen von außen zu sein. Wenn Kultur auf diese Weise zur Altlast wird und neues verhindern will, stellt sich die Frage, ob Kultur etwas Positives in sich trägt und überhaupt zum Leben benötigt wird. Hätte die Natur von sich aus Kultur und würde sie sich strickt danach richten, würde es nicht diese Artenvielfalt auf der Welt geben, die sich gegenseitig benötigt und in der einen oder anderen Form ergänzt.

Jedes Land (also die Menschen, die da leben), ja jeder Ort hat in irgendeiner Form zusätzlich zur Landeskultur seine eigene Kultur, die bis in die Familien hineingeht. Jede Familie besitzt ihre eigenen Rituale, Traditionen, Sitten, Gebräuche, ihren Kult (bewusst oder unbewusst). Jede Epoche des menschlichen Daseins hat ihre eigene Kultur. Einige richten großen Schaden an, andere leben für sich dahin. Kulturen kommen und gehen (wie beim Ackerbau: säen, ernten, säen …). Die eine wird länger am Leben erhalten, andere sterben nach kurzer Zeit aus. Dann gibt es noch untergegangene und versunkene Kulturen, die zumeist auf Mythen und Legenden sowie Mutmaßungen aufgebaut sind und wer weiß, was in 5.000 Jahren, wenn alle heutigen Kulturen und ihre Bauwerke untergegangen sind, zu den bunten Graffitis in den U-Bahnschächten gesagt wird, welche Kulturansätze da reininterpretiert werden. „Diese Anlagen (U-Bahnstationen (Voraussetzung ist, dass nur noch wenige da sind, um dem Ganzen eine große Bedeutung zu geben) waren Tempel, die täglich von tausenden von Menschen mit Hilfe von Schienenfahrzeugen aufgesucht wurden und jedes dieser Schriftzeichen steht für einen Gott.“

Kurz: Kultur ist Design (geschmackliches Lebensmuster), ein Katalog für Gutbefundenes, ein Zuchtprogramm für die Lebensart einer bestimmten Gruppe in einer bestimmten Epoche. FERTIG!
 

 

Seitenanfang
zurück zu Aaron King

 

Am 23.10.2018

äußerte sich Aaron King zum Thema Kunst wie folgt:
 

Kunst unterliegt einer ständigen Erneuerung der vielseitigsten Interpretationsmöglichkeiten und somit kommt das Wort auch bei den verschiedensten Gelegenheiten zum Einsatz. Kunststoff, Kunstharz, Kunstleder etc. also bei Produkten, die künstlich vom Menschen hergestellt werden und einen praktischen sowie nützlichen Zweck erfüllen. Eine weitere Einsatzmöglichkeit kommt zustande, wenn man behauptet, dass jemand ein wahrer Künstler in seinem Fach ist (womit zumeist gemeint ist, dass derjenige ein hohes Wissen und Können in seiner Tätigkeit erlangt hat) in anderen Fällen wird es für Ästhetik genutzt (das Bild sieht aber schön aus, das ist eine schöne Kunst). Viele machen sich über die Auslegung von Kunst keine Gedanken, sie machen einfach Kunst mit ihrem Verständnis von Kunst und das ist vielleicht die beste Methode. Egal wie und wann das Wort „Kunst“ nun verwendet wird, im Folgenden wird es alleine um die künstlerischen Tätigkeiten des Menschen gehen (Anmerkung: Auch Tiere, die Vegetation – die Natur an sich – betreiben Kunst und nur Kunst, nichts anderes.) und diese sind in erster Linie das Ergebnis einer freien schöpferischen Gestaltung eines Werkes, einer Tat, die nach außen gerichtet ist bzw. ein Vorgang, der sich eigenständig und frei an einem abspielt.

Kunst ist nicht das fertige Werk und eine Funktion des Endergebnisses muss nicht zwingend gegeben sein. Kunst ist vielmehr der Weg dahin. Mit dem fertigen Werk ist die Kunst beendet und könnte eigentlich weg – Platz machen für etwas Neues.

Kunst ist unter dieser Betrachtungsweise der schöpferische Akt des Menschen z.B. mit Tönen (Musik), Sprache, Ausdruck durch körperliche Bewegungen (z.B. Tanz) oder verschiedenen Materialien wie Ton, Farben etc.. Wodurch der Kunstschaffende von Stimmungen, Gefühlen, persönlichen Methoden und dergleichen beeinflusst wird. Man kann keinem Künstler sagen, welche Formel er anwenden soll, wenn er inspiriert ist. Er verarbeitet das, was der Funke der Inspiration abgeworfen hat. Somit wird das getan, was für den Moment als absolute Notwendigkeit erachtet wird. Es gibt keine festen Regeln, die zu beachten sind z.B. Grammatik- und Rechtschreibregeln.

Kunst ist Zukunft = Zukunst alles wird zu-Kunst. Ist ein Werk vollendet (bedeutet, der Künstler hat eigentlich nur aufgehört daran zu arbeiten) ist es tot, es findet keine Evolution/Entwicklung mehr statt.

Kunst sollte immer nach vorne gehen, fortschreitend sein, sich ständig ändern und ist somit schutzlos der unendlichen Evolutionskette ausgesetzt – was gut ist.

Kunst ist nicht der Spiegel, der das Leben zeigt, sondern die Essenz (Wesenheit, Wesen, Hauptsache) des Lebens, also das Leben an sich, das sich ständig auf einer Expedition nach der Wahrheit im Unbekannten befindet.

Kunst kann nicht töten, fügt keinen Schaden zu, in ihr muss alles erlaubt sein, sie kann/muss extrem sein, verherrlicht aber nichts, sondern zeigt auf.

Kunst sollte rechtsfreier Raum sein. Politik, Religion, Kultur oder sonstige Ideologien haben da nichts zu suchen.

Kunst ist eine Spielwiese um sich auszutoben, damit die „reale Welt“ sauber bleibt. Mord und Totschlag sollten nur in der Parallelwelt Kunst entstehen und dürften niemals in die „reale Welt“ übergehen.

Kunst ist vom Wesen her ein Regel verletzender Akt, der Grenzen überschreitet, solange Tier und Mensch nicht zu Schaden kommen oder zu etwas gezwungen werden.

Kunst ist nicht erlernbar, kann nicht gelehrt werden, nur die eventuell benötigten Methoden.

Der Kunstbetreibende braucht nicht mal Wissen über irgendwas, da Kunst die Tat an sich ist. Also, das Machen/Probieren/Experimentieren, wobei der Instinkt den leitenden Faktor darstellt. Allerdings sind Wissen und Erfahrung nicht von Nachteil, wenn man weiß, wie welche Mal- oder Zeichentechnik aussieht bzw. wirkt, wie Materialien aufeinander reagieren. Doch dieses Wissen sollte nicht genommen werden, um es stur anzuwenden, immer wieder auf dieselbe Art. Nein, es muss genommen werden, um damit zu spielen, es zu prüfen. Wissen und Erfahrungen dienen nur dazu, die Spielmöglichkeiten zu erweitern.

Der Künstler dient der Kunst, nicht sich selber und schon gar nicht dient die Kunst dem Künstler. Dieser folgt in seinem Schaffen nur einem inneren Trieb, der durch seine Emotionen beeinflusst wird. Der Künstler erhält allein durch sein Tun die Befriedigung. Das sollte ausreichen, eine weitere Befriedigung durch zum Beispiel Anerkennung von anderen, Lobeshymnen, Bewunderung und letztendlich Bezahlung sind vielleicht angenehme Begleiterscheinungen, haben aber an sich keine Bedeutung – sind bedeutungslos und sollten niemals das Ziel sein.

Der Künstler dient der Kunst, indem er seine Ausdrucksform von Gedanken, Gefühlen, Emotionen – also sein Inneres – an die Kunst abgibt. So wird eigentlich jeder Mensch, der etwas erschafft, egal ob es geschrieben, gemalt, gemeißelt, geschmiedet, aufgesagt oder sonst wie hergestellt wurde, zum Künstler, der zu seinen Taten stehen muss, auch wenn diese nicht mit dem Bild der Allgemeinheit übereinstimmen. Dabei muss er hinnehmen, dass man ihn eventuell dafür bestraft. Je schöpferischer/phantasiereicher und verstörender/befremdender/verwirrender seine Kunst ist, umso härter und vernichtender die Strafe (Kunst = Stunk = Kunst).

Ein Kunstwerk und die Kunst an sich sollte/muss nicht erklärt werden. Ein Buch, Film, Bild, Skulptur, was auch immer, erklärt sich selbst. Jeder muss das sehen, was er erkennt und interpretiert (mitnimmt). Dieser Meinungsweg dient somit der Kommunikation zwischen den Individuen. Wobei die Kunst und ihre Werke nicht diskutierbar sind, sondern lediglich freie, individuelle Ansichten zum Vorschein kommen. So entstehen die verschiedensten Antworten und selbst der Künstler bekommt einen neuen Eindruck von seinem Schaffen, wenn andere da etwas sehen/finden, woran er selber nie gedacht hatte. Doch allzu oft wird Kunst von Meinungsmachern gemacht. So wäre für viele „Kunstkenner“ ein Engel auf einem Kinderkarussell eher Kitsch, aber der gleiche Engel in einer Kirche Kunst. Vieles was als „Kitsch“ bezeichnet wird, ist zumeist auch Kunst, solange dieser nicht vom Fließband kommt, denn da fehlt der menschliche Schaffensweg, denn dieser ist, wenn überhaupt, nur bei dem Prototyp gegeben.

Ein Bild ist fertiggestellt, der Schaffensweg des Künstlers ist beendet. Wird nun dieses Bild vervielfältigt, ist es dann kein Kunstwerk mehr? Denn der Weg ist zu Ende und beim Drucken gibt es keinen künstlerischen Schaffensweg im eigentlichen Sinne mehr.

Die Masse/Mehrheit darf niemals bestimmen, ob etwas Kunst ist oder nicht. Ist die Menge von einem bestimmten Künstler begeistert, stellt das für viele eine große Falle dar, denn wenn ein Künstler erst einmal in der Öffentlichkeit bekannt gemacht wurde, der kann tun und schaffen was er will, es wird von vielen bewundert und teuer gekauft. Das Ergebnis: Der Künstler lässt sich bewusst oder unbewusst in seiner Tätigkeit beeinflussen, wenn er nur noch die Sachen künstlert, die „der Markt“ verlangt. Somit wird er zum menschlichen Fließbandarbeiter.

Zu guter Letzt gibt es da noch den sogenannten Lebenskünstler, ein Mensch, der es versteht, aus allen Situationen im Leben das Beste zu machen, seinen Lebensweg gestalten, indem er in die Zukunft sieht und das tut was für den Augenblick notwendig ist um so lange wie möglich zu überleben.

Kurz: Kunst ist der Schaffensweg von etwas. Kunst hat immer Recht. Kunst entheiligt und enttempelt alles. Kunst darf nicht in die Hände von Meinungsterroristen gelangen. FERTIG!
 

Seitenanfang
zurück zu Aaron King

Datenschutz
Impressum

© Noxlupus

 

[Artikel]